Foto-
Kiboko

Brasilien

Pantanal

Brasilien, Tag 2-3: Piuval im Wald

Bevor die Reise zur nächsten Unter­kunft, der Pousada Rio Claro geht, unter­nimmt Kiboko noch eine Wanderung in ein Wald­stück in Piuval. Dank unseres Guides Roberto können wir uns auf Piuval frei bewegen. Mit dem Auto geht es bis zu dem Wald­stück, indem auch der Aus­sichts­turm steht. Am Wald­rand steigen wir aus dem Auto aus und laufen in den Wald.

Baumgruppe vor einem Waldstück
Bild 90: Am Waldrand

Schweinerei

Kiboko ist noch nicht so richtig aus dem Auto aus­gestiegen, da bewegt sich doch etwas mit sehr hoher Ge­schwindig­keit.

Pekaris!

Die Schweine laufen in einen Bogen. Zwischen zwei Baum­reihen lassen sie sich noch foto­grafieren, bevor sie mit hoher Ge­schwindig­keit im Wald ver­schwinden. Eine Sau ist mit ihren Ferkeln unter­wegs. Die Ferkel sind nicht nur schwarz. Es sind auch helle und ge­musterte Ferkel da­zwischen. Neben den Pekaris gibt es im Pantanal ver­wilderte Haus­schweine. Die Haus­schweine breiten sich weiter aus und ver­drängen die ein­heimischen Pekaris. Auch hier handelt es sich eher um wilde Haus­schweine, als um Pekaris. Schade.

wildes schwarzes Hausschwein und eine Reihe schwarzer und heller Ferkel flüchten in den Wald
Bild 91: Verwilderte Hausschweine

Kiboko wandert in das Wald­stück. Hier ist es er­schreckend dunkel. Es fällt kaum Licht auf den Boden. An einem Palmen­stamm be­wegt sich etwas. Ein Riesen­baum­steiger (Great Rufous Woodcreeper) wuselt am Palmen­stamm ent­lang und klettert dabei schnell nach oben. Neben einigen Fehl­schüssen sind doch ein paar brauch­bare Bilder ent­standen.

Ein brauner Vogel mit langem hellem Schnabel klettert einen Palmenstamm nach oben
Bild 92: Riesenbaumsteiger

Affenbande

Im Wald stehen Acuri Palmen. Deren harten Früchte sind be­sonders bei den Hyazinth Aras be­liebt. Aber auch die Rücken­streifen-Kapuziner (Black-striped tufted Capuchin) mögen die Früchte. Im dunkeln Wald sind die Äffchen schwer zu foto­grafieren. Die Äffchen mögen es nicht, wenn sie offen einen Foto­grafen gegen­über­stehen. Daher ver­stecken sie sich ständig hinter Grün­zeug.

Kleiner brauner Affe läuft auf einen waagerechten Ast hinter Palmenblättern
Bild 93: Rückenstreifen-Kapuziner

Die Äffchen brechen sich eine Nuss aus einen Palmen­frucht­stand. Dann klettern sie schnell auf einen höheren Ast. Dort wird die Schale der Nuss ent­fernt und das Frucht­fleisch ge­gessen. Dabei war der Affe so ver­tieft, dass er die Kamera nicht gleich be­merkt hat. Ein verdutztes Augen­paar schaut Kiboko an. Zwei Se­kunden später hat sich das Äffchen hinter den nächsten Zweig ver­steckt.

Kapuziner Affe sitzt auf einen Ast und hält eine Frucht der Acuri Palme in der Hand
Bild 94: Rückenstreifen-Kapuziner mit Frucht der Acuri Palme

Ein Äffchen hält die Frucht der Acuri Palme fest.

Detailaufnahme einer Affenhand mit einer Frucht der Acuri Palme
Bild 95: Meine Frucht!

Hyacinth Aras

Ein großer Baum ohne Blätter ist ein Mehr­familien­haus. Während sich weit oben in der Baum­krone ein Nest des Jabiru Storchs befindet, haben die Hyazinth-Aras (Hyacinth Macaw)eine Höhlen­wohnung im Stamm an­gemietet. Die schönen blauen Hyazinth-Aras sind die größten Pap­ageien. Sie werden bis zu einen Meter groß.

Ein paar blauer Papageien schaut aus einer Baumhöhle heraus
Bild 96: Ein Paar Hyazinth-Aras am Nest

Beim Verlassen des Geländes der Pousada Piuval fällt ein gelb blühender Baum auf. Die Baum­blüte ist im Pantanal normaler­weise im Juli. Dann blühen viele Bäume in gelb, rosa oder vio­lett. Im Jahr 2018 war es aber zu trocken. Auch Ende August haben nur wenige Bäume ein paar wenige Blüten. Sie warten noch auf den ersten Regen. Der ist der Start­schuss für die Baum­blüte. Im Baum sitzt ein Schnecken­milan (Snail Kite).

Grauer Vogel sitzt in einem Baum mit gelben Blüten.
Bild 97: Schneckenmilan in einem Baum mit ersten gelben Blüten