Foto-
Kiboko

Bangladesch

In vollen Zügen

Bangladesch Tag 5-7: Dhaka Kleiderfabrik

Bangladesch hat eine sehr lange Tra­dition in der Fer­tigung von edlen Stoffen und Klei­dern. Schon vor der Kolo­niali­sierung durch die Briten lebte Dhaka von der Kleider­fertigung. Dha­ka hatte damals schon mehrere hundert­tausend Ein­wohner. Die Briten haben den Handel an sich ge­zogen. Die Ge­schäfte wurden nach Kal­kutta ver­lagert. Dhaka verarmte und ver­fiel.

Kleiderfabriken

Heute knüpft Bangla­desch an alte Tra­ditionen. Kleider­fabriken prägen das Stadt­bild. Die Fa­briken werden immer wieder er­weitert und auf­gestockt. Aus der Dach­terrasse des obersten Stock­werks ragen Ar­mierungs­eisen. Das ist die Basis für die nächste Er­weiterung. Wie weit die Statik das erlaubt ist eine andere Frage. Die Folge sind schwere Un­glücke von ein­stürzenden Fa­briken.

Das Bild zeigt ein vierstöckiges und ein achtstöckiges Gebäude. Die einzelnen Etagen wurden mit verschiedenen Materialien errichtet. Aus den Pfeilern ragen auf dem Dach Armierungseisen heraus. Im Vordergrund sind einfach Hütten aus Wellblech vor den Menschen in bunten Kleidern stehen.
Bild 187: Mehrfach vergrößerte Kleiderfabrik

Treppenhaus

Für Eisenbahnfotos wünscht sich Kiboko einen er­höhten Stand­punkt. Ein Fabrik­besitzer ge­währt Zu­tritt zur Dach­terrasse seiner Fa­brik. Kiboko läuft durch das zen­trale Treppen­haus. Die Stufen sind un­gewöhnlich flach. Hier müssen alle Pro­dukte, Roh­stoffe und Ma­schinen hoch- und runter­geschleppt werden. Sicher­heits­per­sonal über­wacht den Zu­tritt. Das zen­trale Treppen­haus kann bei einem Brand zur Falle werden. Des­halb gibt es in jeder Etage Lösch­mittel.

Das Bild zeigt eine Ecke in einem Treppenhaus. Rechts geht eine Treppe mit flachen Stufen nach oben. In der Ecke hängen zwei unterschiedliche Feuerlöscher. Vier Blecheimer hängen an einem Gestell. Zwei Spaten hängen an der Wand. Auf dem Boden liegt ein zusammengerolltes Seil. Zwei gelbe Plastikhelme hängen an der Wand. Darüber hängt ein rotes Schild mit der Aufschrift Fire Fighting Equipment.
Bild 188: Löschmittel im Treppenhaus

Auf dem Dach ist der Pausen­raum. Ein paar Näherinnen machen gerade eine Pause.

Das Bild zeigt das Porträt einer jungen Frau mit langen dunklen Haaren und grünen Umhang. Sie lächelt in die Kamera.
Bild 189: Näherin bei der Pause

In der Kleiderfabrik

Auf dem Rückweg wagt Kiboko im Vor­über­gehen ein paar Schnapp­schüsse. Sie zeigen die Arbeits­welt in einer Kleider­fabrik. In jeder Etage bietet sich ein an­deres Bild. Es werden Stoffe ge­schnitten, Kleider ge­näht oder neue Klei­der ge­bügelt und versand­fertig ge­macht. Die Menschen ar­beiten dicht an dicht. Kiboko er­innert das Bild an die Industrie­produktion in den 1950er und 60er Jahren. In der Zeit wurden auch in Deutsch­land von vielen fleißigen Händen Kleider, Fern­seher etc. her­gestellt. Mama Kiboko hat in den frühen 1960er Jahren in einer Kleider­fabrik ge­arbeitet. Sie hat es be­stätigt. Damals sah es in Deutschland ähn­lich aus.

Arbeitende Kinder hat Kiboko in der Fa­brik nicht ge­sehen.

Das Bild zeigt eine Etage in einer hell erleuchteten Kleiderfabrik. Ein Gang ist mit gelben Linien markiert. Auf der linken Seite sitzen Frauen an Nähmaschinen und nähen violette Hosen. Auf der rechten Seite stehen Männer und prüfen die fertigen Hosen.
Bild 190: Näherei mit Qualitätskontrolle
Das Bild zeigt eine Etage in einer Kleiderfabrik. Pfeiler stehen im Raum. Dazwischen sind Tischreihen mit Nähmaschinen. Viele Frauen und wenige Männer arbeiten an den Maschinen.
Bild 191: Näherei
Das Bild zeigt eine Etage i einer Kleiderfabrik. An großen Tischen liegen Haufen mit schwarzen Jacken. Im Vordergrund steht eine gelbe Kiste mit schwarzen Jacken. Im Hintergrund sind abgedeckte Nähmaschinen.
Bild 192: Endkontrolle